Erklärgrafiken selbst erstellen und komplizierte Zusammenhänge einfach visualisieren

Verständliche Infografiken mit interessantem Thema werden gern geteilt – mit eigenem Logo versehen werden solche Grafiken schnell zum Markenbotschafter. Wir stellen unsere drei Lieblings-Tools vor, mit denen Sie selbst beeindruckende Infografiken erstellen können.

Erklärgrafiken sind ein tolles Mittel, um Wissen oder eine besondere Botschaft smart zu transportieren. Daher machen sie sich etwa in Artikeln und Präsentationen mit komplexen Themen besonders gut. Ein Heizungsbauer könnte Kunden anhand einer Infografik etwa zeigen, wann sich Investitionskosten für eine neue Heizung amortisieren – aus einer einschläfernden Zahlenfolge wird ein unterhaltsames Bildchen, das Kunden den Nutzen auf den ersten Blick vermittelt.

Eine Nachrichtenseite hingegen vergleicht in einer Erklärgrafik die CO2-Emissionen verschiedener Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit und ein Corporate Blog stellt mit einer Prozessgrafik die Vorteile seines Produkts dar.

Infografik auf dem SchreibtischOb nun in einem Blog, Zeitungsartikel oder einer Präsentation: Infografiken lockern Textwüsten und Umgebungen mit viel Fachchinesisch auf, steigern den Verbleib auf einer Seite und sorgen oft für einen gewissen Aha-Effekt. Letzterer ist natürlich umso größer, je verständlicher ein von Natur aus undurchsichtiges Thema aufbereitet ist.

Ein netter Nebeneffekt: Gut gemachte Erklärbilder werden geteilt – mit Freunden, Kollegen, Mitstudenten, Mitinteressenten. Sie verteilen sich quasi von allein, sobald sie erst einmal in den richtigen Kanälen gelandet sind. Daher ist die Nutzung von Erklärgrafiken in Social-Media-Kanälen wie Facebook oder Twitter eine Möglichkeit, mit geringem (oder sogar ohne) finanziellen Aufwand viel Aufmerksamkeit zu generieren – das eigene Logo oder der eigene Brand auf der Infografik darf hierfür natürlich nicht vergessen werden! Und auch hier greift der Aha-Effekt: Je größer der ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass jemand die Grafik mit seinem Netzwerk und seinen Followern teilt.

Bei der Organisation von Erklärgrafiken helfen Bildverwaltungen wie pixx.io – die Grafiken stehen dabei allen Mitarbeitern zur Verfügung und können dank Anbindung ans CMS auch direkt aus WordPress, Typo3 und Co. eingebunden oder auf Facebook und Twitter geteilt werden.

Es gibt zahlreiche (teilweise kostenlosen) Online-Tools, mit denen Sie Infografiken selbst erstellen können. Wir stellen Ihnen hier unsere drei Favoriten vor.

 

Piktochart

 

Screenshot von Piktochart

 

In der Grundversion ist Piktochart kostenlos – nach der Anmeldung stehen im Infobild-Editor, der designtechnisch an moderne Bildbearbeitungsprogramme erinnert, eine Menge Funktionen zur Verfügung, mit denen sich etwa Icons, Linien, Fotos, Hintergründe und so weiter bearbeiten lassen. Die Gratis-Variante von Piktochart enthält einige Templates, die Sie nach Ihren Wünschen bearbeiten können.

Mit Piktochart können Sie auch mehrere zusammenhängende Infografiken („Blöcke“) erstellen und diese wahlweise untereinander als eine lange Grafik oder einzeln exportieren.

Die Pro-Version von Piktochart schaltet über 600 Templates frei und erlaubt den Export von PNG-Bildern in bester Qualität und PDFs, auch das Wasserzeichen, welches unten an einer Grafik angehängt wird, verschwindet erst mit einem Pro-Account. Ein Pro-Account kostet rund 290 US-Dollar (ca. 235 Euro) pro Jahr.

 

Easel.ly

 

Screenshot von easel.ly

 

Nach der kostenlosen Anmeldung erhalten Sie Zugriff auf alle kreativen Funktionen des Web-Editors von Easel.ly. Hier können Sie aus zahlreichen Vorlagen wählen oder selbst ein Design erstellen. Viele Hintergründe und Objekte, ja, sogar einige Stock-Bilder stehen Ihnen zur Verfügung. Formen und Verbindungen sowie Text können Sie auf Ihren Grafiken frei platzieren und nach Ihren Wünschen formatieren, auch ein paar Diagrammarten lassen sich einbinden und selbst gestalten – die zugehörigen Daten holt sich Easel.ly etwa aus einer Excel-Datei, die Sie ins System hochladen können.

Mit der Gratis-Variante von Easel.ly lassen sich spannende Infografiken erstellen, vor allem mit selbst hochgeladenen Grafiken kann man sich dabei optisch von den Infografiken anderer abheben.

Ein Manko gibt’s allerdings beim Export des Erklärbildes: Der Download ist nur als JPEG in niedriger Qualität möglich. Größe und Bildqualität dürften für die meisten Online-Einsatzzwecke zwar ausreichen, taugen allerdings kaum als druckbare Grafik oder zur Verwendung in einem PDF. Wer den Download in hoher Qualität oder als PDF will, muss auf einen Pro Account umstellen. Der kostet 36 US-Dollar (ca. 29 Euro) pro Jahr und schaltet auch noch jede Menge weitere Icons, Stock-Fotos, Vorlagen und Gestaltungsmöglichkeiten frei.

 

Canva

 

Screenshot von Canva

 

Der Drag-and-Drop-Editor von Canva ist kostenlos und bringt eine Vielzahl an Gratis-Objekten, Illustrationen, Fotos und Designs mit. Die Vorlagen lassen sich nach den eigenen Vorstellungen umgestalten und personalisieren. Aber Vorsicht: In den Vorlagen sind teilweise auch Objekte verbaut, die lizenziert werden müssen, um sie ohne Wasserzeichen exportieren zu können – ein entsprechender Hinweise wird beim Download angezeigt.

Mit den gratis zur Verfügung stehenden Elementen lassen sich sehr schicke Erklärgrafiken basteln, noch etwas individueller wird’s nur mit einem Work-Account, der die Auswahl noch einmal deutlich erhöht – allerdings auch mit 155 US-Dollar (ca. 126 Euro) pro Jahr zu Buche schlägt.

 

Fazit

Mit alles drei Tools erstellenSie bereits mit der Gratis-Variante beeindruckende Infografiken, die Ihre Follower beeindrucken werden – Sie brauchen nur noch das richtige Thema.

 

Oberfläche des Bildverwaltungs-Tools pixx.io

 

PS: Kennen Sie schon pixx.io? Mit der Bildverwaltung haben Sie Ihren gesamten Medienpool im Griff. Nutzer können ihre Mediendateien einfach stressfrei organisieren, deutlich schneller auf ihren Medienpool zugreifen und Inhalte gezielt teilen. Durch Apps und Plugins kann der Medienpool direkt in Photoshop, InDesign und Co., im CMS oder Office-Anwendungen integriert werden. Jetzt gleich informieren und pixx.io kostenlos testen.