Vorteile und Nachteile von SaaS (Software as a Service) und On Premise

Ob für ein Projekt eigene Inhouse-Server genutzt werden oder Daten in die Cloud wandern ist sehr viel mehr als nur eine Kostenfrage. Für die richtige Entscheidung brauchen Sie die entscheidenden Fakten: Wir erläutern alle Vor- und Nachteile beider Varianten.

Heute Abend zum Italiener oder zum Asiaten? Danach ins Kino oder vor den Fernseher? Action oder Drama? Das Leben ist voller Entscheidungen. Doch nicht alle sind so einfach: Bei vielen Projekten steht man beispielsweise vor der Entscheidung, ob eine Softwarelösung auf dem eigenen Server oder in der Cloud laufen soll. Beide Ansätze haben ihre Vorteile. Je nach Anspruch und technischen Voraussetzungen aber auch Nachteile. Doch anders als bei der Entscheidung über Restaurant oder Abendgestaltung sollte die Wahl Server oder Cloud mit Bedacht getroffen werden. Immerhin soll sie die Arbeit langfristig verbessern.

Wir haben die wichtigsten Vor- und Nachteile zusammengestellt, um die Lösungsfindung so einfach wie möglich zu gestalten.

 

Die Kosten

 

Bei den Kosten dürfte die Sache schnell klar sein: Wer für eine Softwarelösung eine eigene Serverinfrastruktur aufbaut und diese damit On Premise betreibt, der hat in der Regel hohe Anschaffungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten. Diese sinken zwar, wenn bereits eine Serverinfrastruktur vorhanden ist oder eine kosteneffiziente Serverlösung genutzt wird, zumindest die Betriebs- und Instandhaltungskosten bleiben aber erhalten. Und auch für genug Speicher muss gesorgt sein. Für die Software wird zudem eine Lizenzgebühr fällig.

 

Große Serverräume zu betreiben kann sehr teuer werden, es gibt aber auch günstigere Methoden, eigene Server zu betreiben.

 

In der Cloud sind die Einstiegskosten deutlich geringer: Der Anbieter kümmert sich um die Hardware und sorgt sich auch um die Skalierung, falls nötig. In der Cloud zahlen Sie nur, was Sie auch benötigen: Mehr Speicher? Kein Problem. Wieder weniger davon? Auch das ist schnell und unkompliziert umgesetzt.

 

Hardware und Datensicherheit

 

Die Server-Lösung braucht Aufmerksamkeit. Das geht von der Einrichtung und der Konfiguration der Server über die Installation der Software bis hin zum Support bei Hardwareproblemen. Hier haben es Cloud-Nutzer einfacher: Hardware-Themen sind Sache des Anbieters.

Beim Thema Datensicherheit sind beide Lösungen gleichauf: Zwar befinden sich Daten auf eigener Infrastruktur auch physisch im Unternehmen, die Sicherheitsstandards der Cloudvariante steht dem allerdings in nichts nach. Dennoch kann es natürlich sein, dass Firmen sich aus Compliance-Gründen bewusst für die Server-Lösung entscheiden.

 

Backups müssen auf Serverinstallationen selbst angelegt werden, in der Cloud werden sie automatisiert erstellt.

 

Achten Sie bei Cloud-Lösungen allerdings unbedingt auf den Serverstandort – denn nur in Deutschland ist die Anwendung deutschen Datenschutzrechts auch garantiert! Die Server von pixx.io stehen zum Beispiel in einem Rechenzentrum in Nürnberg.

Um Backups müssen sich Nutzer mit eigenem Server selbst kümmern – diese können mit einem entsprechenden Backup-Plan stressfrei automatisiert werden. Der Cloud-Anbieter speichert Ihre Daten regelmäßig automatisch auf Backup-Servern und spielt diese ins System ein, sobald benötigt.

 

Verfügbarkeit

 

Die Verfügbarkeit der Softwarelösung hängt von der Verfügbarkeit der Hardware ab. Nutzen Sie ein Notstromaggregat, können nicht einmal mittellange Stromausfälle der Verfügbarkeit etwas anhaben. Auch die großen Serverfarmen können eine ganze Zeit lang unabhängig vom Stromnetz weiterlaufen. Geht einmal ein Server kaputt, läuft die Software einfach auf einem anderen Server weiter. Serverfarmen sind Hochsicherheitszonen, die auf Hochverfügbarkeit und beste Performance ausgelegt sind.

Der Zugriff kann im Cloud-Dienst von überall aus erfolgen, egal wann, egal von welchem Endgerät. Geteilte Inhalte verbleiben auf dem Server und werden Empfängern hier zur Verfügung gestellt.

Für den Zugriff von außen auf eine Serverinstallation benötigen Sie hingegen einen VPN-Zugang, falls dieser im Unternehmen erlaubt ist. Technisch wird’s komplex, wenn Inhalte mit externen Empfängern geteilt werden sollen: Da Zugriffe auf die eigene Serverinfrastruktur nicht gewünscht sind, werden zu teilende Inhalte, im Falle von pixx.io also Bilder, Videos oder andere Medien, temporär in die Cloud ausgelagert. Nutzer und Empfänger bekommen von diesem Aufwand glücklicherweise nichts mit.

 

 

Zusammenfassend kann man der Cloud wohl weniger Aufwand und bis zu einer bestimmten Projektgröße weniger Kosten attestieren. Ein eigener Inhouse-Server lohnt sich besonders für riesige Projekte oder falls die Unternehmens-Compliance es vorschreibt.

Ist das Unternehmen nur schlecht ans Internet angebunden oder würde eine große Nutzerzahl die vorhandene Leitung lahmlegen, kann sich eine Serverinstallation auch dann lohnen, wenn sonst viele Argumente für die Cloudlösung sprechen. Denn bei der besten Cloud-Performance hängt die Verbindung dorthin von der Internetanbindung des Nutzers ab.